Site Loader
Leipzig · Wuppertal

Für die meisten Menschen mit Behinderung stellt der Auszug aus dem Elternhaus besondere Herausforderungen dar: die Notwenigkeit besonderer Betreuungsformen, das Finden und Finanzieren der jeweiligen Wohnform, die Barrierefreiheit in den Wohnungen, die Loslösung und Verselbstständigung gegenüber dem Elternhaus, die Entwicklung von Liebesbeziehungen und Sexualität.

Im Auftrag vom Medienprojekt Wuppertal haben wir drei Dokumentationen zur Filmreihe „Selbst ist der Mensch“ beigesteuert. Die Doppel-DVD kann über das Medienprojekt bestellt werden.

Ausschnitt aus dem Film “Rund um die Uhr – Alleine Wohnen mit 24-Stunden-Assistenz”

In den Filmen wird das Alltagsleben von Menschen mit Behinderung in verschiedenen Wohnformen porträtiert, da die verschiedenen Wohn- und Betreuungsformen eine starke Bedeutung für ihr Leben haben: Das Leben im Elternhaus, ambulant betreutes Wohnen, Leben in Wohngemeinschaften, stationär betreutes Wohnen im Wohnheim oder völlig selbstständiges Wohnen ganz alleine. Dabei liegt der Fokus der Filme auf der Selbstständigkeit und Selbstbestimmung. Außerdem werden Unterschiede abhängig von der Behinderungsform (geistige oder körperliche Einschränkungen) und ihrer Stärke und der damit verbundenen Unterstützungsnotwendigkeit wie Schwierigkeiten und Ängste bei der Verselbstständigung thematisiert.

Jetzt wird's Zeit

Inhaltlich geht es in den Filmen um die Aspekte: Wie erleben und wie wichtig ist für junge Menschen mit Behinderung Selbstständigkeit und Selbstbestimmung? Wie ist das Alltagsleben in Abhängigkeit zu der jeweiligen Wohnform (Freizeitgestaltung, Schule, Arbeit, Freunde, Liebe/ Sexualität)? Wodurch wird die Selbstständigkeit unterstützt oder eingeschränkt, welche Autonomiekonflikte gibt es hierzu mit betreuenden Eltern, professionellen Betreuern o. ä.? Wie können junge Menschen mit und ohne Behinderung gemeinschaftlich und gleichberechtigt in dieser Gesellschaft glücklich zusammen leben? Was sind die Vorteile von Inklusion für beide Teile und wo findet Ausgrenzung statt? 

Die Filme sollen die Möglichkeiten und Probleme für die Selbstbestimmung bei Menschen mit Behinderung in unterschiedlichen Lebens- und Wohnformen reflektieren: für sie selbst, für ihre Eltern, ihre Betreuer und alle, die sich für ein möglichst selbstbestimmtes, glückliches Leben aller einsetzen.

Filmpremiere am 22. Oktober 2014 um 18:00 Uhr im CinemaxX Wuppertal.

Post Author: bildenundgestalten